Die Geschichte der Blumenzwiebel

Blumenzwiebeln Geschichte

Blumenzwiebeln sind schon seit Jahrhunderten bei uns verbreitet. In den Niederlanden und Deutschland sind manche Arten sogar heimisch, zum Beispiel einige Narzissensorten. Die meisten anderen Blumenzwiebeln wurden jedoch vor langer Zeit eingeführt. Die Geschichte der Blumenzwiebeln ist faszinierend. Die Tulpe, zum Beispiel, reiste um die ganze Welt, bevor sie zum Symbol der Niederlande wurde. Fluwel interessiert sich für die Geschichte der Blumenzwiebeln. Auf unserer Webseite finden Sie viele Informationen – aber es gibt noch mehr!

Wir erzählen gerne von der Geschichte der Blumenzwiebeln. Das ist typisch Fluwel: wir möchten unser Wissen mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Auf unserer Webseite finden Sie mehrere Artikel zur Geschichte der Blumenzwiebeln

  • Blumenzwiebelregionen: Lesen Sie über die allmähliche Ausbreitung der niederländischen Blumenzwiebelkultur, mit Haarlem als erstem Zentrum, von den alten Blumenzwiebelregionen bis in die neueren Gebiete in Nordholland, wo sich auch Fluwel befindet.
  • Tulpenfieber: So nennt man die berühmte Spekulationsblase, die während des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden entstand. Kurz bevor die Blase platzte, brachte eine Tulpe es sogar auf den Wert eines ganzen Grachtenhauses.
  • Handel: Der internationale Handel mit Blumenzwiebeln wurde von einer lokalen Wirtschaft zu einem Welthandel, in dem Fluwel heute ein wichtiger Akteur ist.

Auf dieser Seite finden Sie einen kurzen Überblick über die Geschichte der Blumenzwiebeln und erhalten so einen Eindruck von der langen Tradition, in der Fluwel steht. Wir sind stolz auf diese Tradition und teilen unsere Begeisterung gerne mit Ihnen!

Blumenzwiebeln vergangener Zeiten

Blumenzwiebeln haben Menschen schon früh verzaubert. Einige Arten sind im relativ kalten Nordeuropa heimisch, wie das Schneeglöckchen, das ein entfernter Verwandter der modernen Narzisse ist. Schneeglöckchen symbolisieren das Ende des Winters. Die Menschen glaubten früher, dass diese Blumen spezielle Fähigkeiten hätten. Angeblich konnten Schneeglöckchen das Wetter vorhersagen oder eine Periode des Wohlstands ankündigen. Dass es im Ausland eine riesige Vielfalt an Blumenzwiebeln gibt, wusste man damals noch nicht.

Blumenzwiebeln vergangener Zeiten
Blumenzwiebeln auf der Reise nach Holland
Blumenzwiebeln in den Niederlanden

Blumenzwiebeln auf der Reise nach Holland

Überall auf der Welt wachsen besondere Zwiebelblumen, oft weit von den Blicken der meisten Menschen entfernt. Die Tulpe stammt ursprünglich vom Himalaya. Schon früh wurde sie dort von Händlern gesammelt. In der heutigen Türkei erhielt die Tulpe bald einen besonderen Status. Die Sultane des Osmanischen Reiches dekorierten ihre Paläste mit Tulpen. Die Blumenzwiebeln waren damals schon sehr wertvoll, was sie auch für Westeuopäer interessant machte...

Carolus Clusius, der in Nord-Frankreich unter dem Namen Charles de l'Ecluse geboren wurde, arbeitete an der Universität Leiden und war der erste, der die Tulpe in den Niederlanden einführte. Er war sich nicht bewusst, dass er damit den modernen Anbau von Blumenzwiebeln begründete. Neue, seltene Narzissen kamen aus Südeuropa (zum Beispiel vom Balkan) und wurden hier mit einheimischen Arten gekreuzt. Erst durch Zucht und Hybridisierung konnte der Handel mit Blumenzwiebeln später so bedeutend werden.

Blumenzwiebeln in den Niederlanden

Die Niederlande sind ein Blumenland – allerdings erst seit dem Goldenen Zeitalter. Damals wurde die Tulpe von Clusius eingeführt. Aber wie niederländisch ist diese ganze Geschichte eigentlich? Clusius kam aus Arras in Nord-Frankreich und der Mann, der ihm von der Tulpe erzählte, kam aus der Nähe von Lille. Diese Gebiete waren damals Teil der Grafschaft Flandern (nicht mit der aktuellen belgischen Region zu verwechseln). Beide Städte orientierten sich Richtung Norden. Holland war damals eine der reichsten Regionen der Welt. Man nennt die Epoche daher auch das Goldenen Zeitalter. So kam die Tulpe schließlich in die Universität Leiden.

Tulpenfieber
Tulpen Hype
Carolus Clusius

Tulpenfieber

Alles begann mit einem Diebstahl, als aus dem botanischen Garten der Universität Leiden, in dem Clusius seine Tulpen kultivierte, eine Handvoll Tulpenzwiebeln gestohlen wurden. Sie wurden gezüchtet und hybridisiert bis zahlreiche Tulpensorten entstanden und viele Züchter in diese Branche investierten. Die Tulpe löste einen Hype aus, der viele Investoren anzog. Wer genug Geld hatte – und damals hatten viele Leute Geld – investierte es in Tulpensorten. Einige Tulpen hatten rätselhafte Farben, verblasste Nuancen – die mussten doch ganz besonders wertvoll sein!

Dieser Hype wird heute als das Tulpenfieber bezeichnet. Fiebrig, krankhaft, seiner Sinne beraubt lief alles gründlich schief. Unglaubliche Mengen an seltenen Tulpen wurden angeboten und die Investoren hofften, dass sie ihre Investitionen durch die Zucht weiterer Tulpen zurückgewinnen könnten. Aber nach kurzer Zeit stellten sie fest, dass die meisten dieser „besonderen“ Tulpen krank waren. Ein Virus hatte die verblassten Farben verursacht. Die Blumenzwiebeln waren verfault und wertlos. Die Blase platzte und die Investoren gingen bankrott.

Blumen bleiben – wie die Geschichte weiterging

Für Blumenzwiebelzüchter war das Tulpenfieber ein schwerer Schlag. Ihr Handel wurde plötzlich infiziert. Kunden und übriggebliebenen Investoren misstrauten ihnen. Der Blumenzwiebelhandel konnte nur durch Ehrlichkeit gerettet werden. Betrügerische Händler verschwanden von der Bildfläche und die Blumenzwiebelbranche wandelte sich zu einem fairen Handel. Das Zentrum war die Sandfläche zwischen Leiden und Haarlem - die noch heute sehr bedeutende Blumenzwiebelregion „Bollenstreek“.

Urbanisierung und steigende Bodenpreise verursachten eine weitere Dezentralisierung des Blumenzwiebelanbaus. Im 20. Jahrhundert begann der große Exodus: Zwiebelzüchter zogen in andere geeignete Regionen. Insbesondere wurde der nördliche Teil der Provinz Nordholland eine wichtige Blumenzwiebelregion. Zwischen Alkmaar und Den Helder, aber auch auf der Insel Texel und um das Dorf Limmen wurde der sandige Boden in ein buntes Farbenmeer verwandelt – rot, lila, gelb... Ein neues Blumenzwiebelgebiet wurde geboren, in dem heute auch Fluwel beheimatet ist.

 Blumen bleiben – wie die Geschichte weiterging
Urbanisierung
Fluwel‘s Tulpenland

Fluwel‘s Tulpenland

Wenn Sie bei Burgervlotbrug in Zijpe in den Kreisverkehr fahren, können Sie bereits das große Bauernhaus von Fluwel sehen. Zwischen dem Kanal und den Dünen entlang der Nordseeküste finden Sie das kleine Reich von Fluwel, eine Welt voller Blumenzwiebeln. Land van Fluwel, ein Themenpark über Tulpen in Sint-Maartensvlotbrug, liegt nicht weit entfernt. Hier können Sie erfahren, wie Tulpen die Welt eroberten. Natürlich kann man hier auch Blumenzwiebeln kaufen, genauso wie in unserem Online-Shop.